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Helikopter in der Nacht

Gestern übten unsere Amerikanischen Nachbarn offensichtlich wieder einmal das Rückwärtseinparken mit dem Hubschrauber.

Der Lärm begann um ca. 18:00 und endetet um ca. 23:30.
Dies ist für die arbeitende Bevölkerung  äußerst störend da man versucht sich in dieser Zeit für den nächsten Arbeitstag zu erholen.
Die Fenster zu schließen ist bei den derzeitigen Temperaturen keine gute Idee da man dann wegen der Hitze ebenfalls keinen Schlaf findet.
Hubschrauber welche starten und landen sind schon nervend genug, haben aber den kleinen Vorteil, dass sie irgendwann wegfliegen oder wiederkommen und man wenigsten zeitweise seine Ruhe hat. Die abendlichen Übungen auf dem Rollfeld sind weitaus schlimmer.
Wir haben bereits die Eisenbahn, die Autobahn, diverse Baustellen innerorts (Für welche wir Verständnis haben), und den Fraport.

Da ich ein Freund der konstruktiven Kritik bin, habe ich mir überlegt wie ich den U.S. Streitkräften helfen könnte damit es im Bereich der östlichen Vororte wieder ruhiger wird.

Liebe U.S. Streikräfte hier meine Vorschläge:
a) Üben Sie doch solche Sachen irgendwo in Texas. Dort gibt es unbewohnte Gebiete die 3x so groß sind wie Deutschland. Dort wohnen hauptsächlich Erdmännchen und Gürteltiere, ansonsten stört man dort niemanden und kann 24x7x365 üben.

b) Ein Simulator wäre ebenfalls ein gute Idee, den gibt‘s für ein paar Euro beim Elektronikfachhandel (Blau oder rot) und läuft auf der Nintendo-Playstation oder X-Box (X-Box wäre besser da kann der NSA gleich mit üben), dann könnten die Kollegen von der fliegenden Zunft mit aller Ruhe am 100″ Flatscreen Flüge über bewohntes Gebiet fliegen. Für den realistischen Sound mit 100dB könnten Sie eine PA mit 2KW mieten, diese kann man dann im Keller aufbauen damit’s auch richtig dröhnt.

Sie würden somit tonnenweise Sprit sparen und die Umwelt entlasten. Ich hoffe Sie haben wenigstens eine grüne Umweltplakette am Helikopter angebracht, wenn nicht sollte dies schnellstens nachgeholt werden, sonst gibt‘s Ärger mit dem Wiesbadener Ordnungsamt wenn Ihr über Wiesbaden fliegt, denn da ist „Umweltzone“.

Wenn Sie meine Vorschläge umsetzen würden, hätten die Bürgerinnen und Bürger in den umliegenden Ortschaften endlich wieder Ihre Ruhe.

Die Musikanlage würden sicherlich nicht mehr als 100€ pro Monat kosten der Soundcheck einmalig 50€ + 50€ für einen Tontechniker macht 1.300 im ersten Jahr. Sie könnten diesen Betrag sogar von der Steuer absetzen. Die Kosten für das Flugbenzin sind sicherlich wesentlich teurer und Ihr Präsident könnte mit dem gesparten Geld seinen Haushalt auf Vordermann bringen und hin und wieder ‚ne Grillparty auf dem Rollfeld veranstalten. Ich würde sogar auf ein Bier vorbeikommen.

Denken Sie mal drüber nach……

MoMo

Umweltzone

So, jetzt haben wir sie endlich, die langersehnte Umweltzone.
Man fragt sich als Bürger nun wer denn nun die Vorteile davon genießen darf.
Da wären nun zunächst einmal die Stadtverwaltung, die ja jetzt für uns Bürger mit älterem KFZ eine Ausnahmegenehmigung ausstellt, die es ermöglicht mit diesem „alten“ Fahrzeug die Umweltzone befahren zu dürfen. Natürlich nach vorheriger Prüfung. Dort darf man dann sein gesamtes Privatleben bzgl. der finanziellen Situation offenlegen um muss nachweisen, das nicht doch irgendwo noch ein Spargroschen vorhanden ist, der es ermöglicht ein neues Auto zu kaufen, oder gar einen Kredit dafür aufzunehmen, natürlich Gebührenpflichtig. Die Banken werden es der Stadtverwaltung danken. Also diese Beiden Institutionen zählen nun schon mal zu den Gewinnern Nr. 1.
Dann wären da noch die Autoverwerter. Die nehmen ein solches Fahrzeug gerne in Empfang, manchmal gibt es sogar auch noch was dafür. 50 – 200 Euro sind da keinen Seltenheit. Dann geht dieses Schadstoffverursachende Monster auf den LKW (Hoffentlich mit grüner Plakette) und wird evtl. an den Hamburger Hafen verbracht. Dort geht es dann mit dem dieselbetriebenen Frachtschiff Richtung Afrika, wo es dann vielleicht eine neue Heimat findet und noch viele Jahre Feinstaub produziert. Bis dahin haben Transport und Verschiffung so viel Feinstaub produziert, dass man das Auto auch hätte gleich hier lassen können, aber zum Glück ist es nun raus aus in unserer schönen Kurstadt.
Die zweite Möglichkeit wäre, dass man das noch fahrbereite Auto ausschlachtet und die Teile an diejenigen Verkauft, die glücklicherweise (noch) nicht in einer Umweltzone wohnen. Zuweilen werden alte Fahrzeuge auch verschrottet, diese werden dann in handliche Würfel gepresst und an ein Stahlwerk nach China verkauft, wo man es mit dem Umweltschutz nicht so genau nimmt.
Gewinner Nr. 2 – die Autoverwerter und die Stahlwerke (Bitte nicht falsch verstehen, ich weiß ihr müsst hart dafür arbeiten, die Banken haben es hier leichter).
Als Nr. 3 fallen hier nun die Autohändler auf. Der freundliche KFZ Händler hat immer ein gutes Angebot parat für all diejenigen, deren altes aber noch durchaus fahrtüchtiges Fahrzeug, gerade in Afrika fährt, oder in China am Schmelzen ist.
Es sei den Autohäusern natürlich gegönnt, keine Frage.
Nr. 4 ist wieder die Stadtverwaltung. Da man die Umweltzone ja mit Gewalt bis in die Vororte ausweiten musste dürfen nun die Landwirte Ihren Grünschnitt nicht mehr, wie seit Jahrhunderten üblich verbrennen, nein sie Fahren diesen mit dem ausnahmegenehmigten Traktor nun zur gebührenpflichtigen Entsorgung auf den Wertstoffhof. Wenn sie die Preise für Ihre Produkte nun erhöhen ist das ja nicht schlimm, wir kaufen die Tomaten dann aus China, was die jungen Familien mit den alten Autos sowieso jetzt tun müssen da einheimische Produkte zwecks Anschaffung des Neuwagens und er dazugehörigen Bankrate den Einkauf beim Bauern nicht mehr ermöglichen.
Meiner Meinung nach (die zwecks fehlender Abstimmung mit dem Bürger keinen Interessiert) hätte der Innenstadtbereich als Umweltzone durchaus gereicht.
Wer sich mal die Karte der Umweltzone anschaut wird feststellen das Industriebetriebe in Amöneburg und Biebrich scharf ausgegrenzt wurden. Wie gut das man endlich mal sieht das der Feinstaub nicht von der Industrie verursacht wird sondern offensichtlich nur von den Autofahrern.
Auch die Wiesbaden Airbase kann nun endlich zu den Reihen der Feinstaubvermeider gezählt werden. Auch hier ist die Grenze zur Umweltzone sichtbar. Wenn dort, wie so oft, nachts die Flugzeugmotoren der alten Aufklärungsflugzeuge im Stand stundenlang laufen, weiß man nun, wenn man sich im Garten gerade ein Steak auf den Grill legt und dem monotonen Summen lauscht, das diese unmöglich Feinstaub verursachen können und fühlt sich in deren Nachbarschaft gleich viel besser. Wie gut das Grillen in der Umweltzone (noch) nicht gebührenpflichtig oder gar verboten ist.

Verlierer sind erstens Diejenigen, die immer wieder auf die Ergebnisse der Messungen in diesen Umweltzonen hinweisen und nachweisen, dass der Erfolg sehr gering bis gar nicht vorhanden ist da Industriebetriebe weiterhin Feinstaub in die Luft blasen und zweitens die Bürgerinnen und Bürger welche leider keine grüne Plakette für Ihr KFZ bekommen können. Aber diese haben leider keine Lobby.

Nun werde ich mir weiterhin den Luxus gönnen mit meinem 27 Jahre alten Wohnmobil für 500 Meter fahren in der Umweltzone bis zur Autobahn, die 50 Euro zu entrichten und hoffe das die Stadt mit meinem Geld zukünftig sinnvolle und wichtige Projekt finanziert.